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CBs in KA

Freitag, 9. Januar 2009

Featured: Glen Storn 12y

Irgendwie stand mir der Sinn nach einem Scotch im nächsten Featured. Auf der Suche nach einem guten und günstigen Single Malt Scotch bin ich im Supermarkt auf den Glen Storn 12y Single Malt gestoßen. Für einen 12 Jahre alten Scotch habe ich unglaubliche 16,99€ bezahlt.
Die Flasche ist sehr schön geformt und auch das Etikett ist äußerst ansprechend. Dazu kommt noch, dass der Single Malt mit einem Korken verschlossen wurde.
Tja und damit könnte ich aufhören, denn alles was jetzt kommen sollte ist absoluter Mist. Flasche entkorkt und ein erster Geruchstest. Ein süßer Papier Geruch strömt einem Entgegen, der alles Andere als Begeisterung auslöst. Aber man möchte sich ja nicht von dem ersten Eindruck täuschen lassen und schenkt sich deshalb ein. Der Scotch hat eine goldene Farbe und im Glas entfalltet sich erst das ganze Übel. Ein Schmieriger, süßer, metallener Geruch strömt mir in die Nase. Geschmackstest ist ähnlich niederschmetternd. Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 entspräche dem Optimum) schafft es dieser, ich möchte ihn nicht Scotch nennen, auf die -1 (minus eins).
Nach diesem Test, habe ich mich etwas schlauer zu diesem "Etwas" gemacht und herausgefunden, dass der Glen Storn die Hausmarke dieses Supermarkts war. Also absolut keine Kaufempfehlung, auch wenn der Preis unschlagbar wäre.

Fazit:
Aussehen: Gold
Geruch: Schmieriges rostendes Metall
Geschmack: Wasser mit schmierigem rostigem Metall
Preis: Rewe 16.99€

Montag, 5. Januar 2009

Überall Schnee und Eis(würfel)

Inspiriert durch das Wetter möchte ich heute mal zum Thema Eis(-Würfel) kommen. Wer sich schon lange mit dem Thema Cocktail auseinander setzt und das nötige Kleingeld hat, hat sich bestimmt auch schonmal nach einer Eiswürfelmaschine umgeschaut. Interessanterweise ist ein Eiswürfelbereiter nicht gleich zwingend besser, als die Herstellung per Hand. Zubehör kaufe ich persönlich meistens bei Barstuff.de und dort gibt es auch folgende Maschine zu kaufen:
"Apexa Compact Ice Eiswürfelbereiter" Preis: 306,73€
Ein immernoch stolzer Preis, aber wenn man beachtet, dass eine neue 50x50x50 cm Tiefkühltruhe um die 200-250€ kostet, ist der Preis nicht von ungefähr. Einen ausführlichen Testbericht findet man im Cocktails & Dreams Forum. Störend finde ich die Tatsache, dass die Eiswürfel immer mit einem kleinem Loch produziert werden. Dadurch erhöht sich die Oberfläche und damit auch die Verwässerung des Cocktails. Aber wie man liest sind die meisten Besitzer durchaus glücklich mit der Maschine.
Ich benutze immer noch "manuelle" Eiswürfelbehälter um Eis herzustellen. Insgesamt besitze ich 5 Schalen (Alternativ: 5€ günstiger) mit je 32 Eiswürfel, aber diese reichen nur für maximal 8-10 Cocktails. Deshalb greife ich bei mehr Gästen auch gerne auf Plastikbeutel zur Eiswürfel Herstellung zurück. Diese Art von Eiswürfeln kann nicht mit denen von echten Formen mithalten, aber zur Kühlung eines Cocktails sind sie ausreichend. Deshalb mein Tip für alle Neulinge:
Die Eiswürfel aus den Schalen im Shaker benutzen und die kleineren im Cocktail. Wer sich die Zeit nimmt kann auch Eiswürfel vorbereiten und diese dann in einem Behälter wieder in die Tiefkühltruhe packen. Wichtig ist dabei aber, dass die meisten Eiswürfel nach dieser Prozedur zusammenkleben und ein Eispickel von Nöten ist um diese wieder zu trennen.
Ganz zum Schluss gibt es immer noch die Möglichkeit zur nächsten Tanke zu fahren und sich einen 15kg Packen Eis zu kaufen. Wahrscheinlich die einfachste Methode, allerdings ist mir aufgefallen, dass das Schmelzwasser hin und wieder etwas seltsam riecht. Ich glaube nicht, dass dies einem Cocktail zuträglich ist und rate deshalb von dieser Methode eher ab.

Ich muss jetzt Schnee schippen gehen, aber Euch noch einen schönen Abend.
Euer Jigger

Samstag, 3. Januar 2009

Meine Top 5 Drinks 2008

Am 3. Januar kann ich endlich eine Top 5 meiner Lieblingscocktails des Jahres 2008 vorweisen. Dazu sei aber gesagt, dass das Jahr wie im Fluge vorbei ging. Ich freue mich auf das neue Jahr, aber trotzdem möchte ich heute noch eine Zusammenfassung bringen.

1. "Old Fashioned"
2008 war geprägt von der Wiederentdeckung alter Rezepte
2. "Gin Basil Smash"
Das war der Sommerdrink schlechthin dieses Jahr
3. "Bramble"
Die Alternative zum Basil im Sommer
4. "Whisky Sour"
Weil das meine persönliche Rangliste ist, gehört Whisky Sour mit Single Malt, frischem Orangensaft und frischem Zitronensaft immer rein. Rezept siehe Kommentare.
5. "Evolution 2009" von Commander aus dem C&D Forum
Ein gelungener Mix und greift wunderbar den Cuisine Style auf

Soviel dazu, Euer Jigger

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Featured: "Saint James", "Bacardi 8 Anos"

Aus dem Interesse heraus heute abend einen "Mai Tai" zu servieren, habe ich heute einen Rum aus Martinique besorgt. Dabei ist "Saint James" wohl einer der bekanntesten Vertreter und auch Einer der günstigsten. Dabei kann ich auch gleich meine neuen "Nosing"- Gläser benutzen.
Der Rum wurde 2 Jahre in Eichenfässern gelagert und hat eine goldgelbe Farbe. Der Geruchstest hat mich nicht überzeugt. Zu riechen ist Vanille, Orange, Zimt und Holz. Dabei bleibt aber ständig der Spiritus Geruch der mich etwas stört.
Geschmacklich kommt zu Beginn sehr viel Frucht und Gewürz, gegen Ende aber sehr trocken und holzig. Hinterlässt aber im Mund kein unangenehmes Gefühl.
Der Rum alleine lässt mich persönlich kalt. Interessant kann ich ihn mir vorstellen in Kombination mit einem dominaten Rum, wie im "Mai Tai" Rezept, aus Jamaica.
Preislich liegt der Saint James im unteren Segment mit 19-22€ für einen 2 Jahre gereiften.
Fazit:
Aussehen: goldgelb
Geruch: Vanille, Orange, Holz
Geschmack: Frucht, Gewürz, Holz, trocken
Preis: Scheck-In-Center KA 21,99€ / Barfish.de 16,35€

Als nächstes kommt der Liebling jedes Cocktail Liebhabers: Bacardi (Achtung Ironie)
Aber für den Test hier vernachlässige ich alle anderen Produkte von Bacardi und widme mich dem "8 Anos". Erschreckend war für mich zu Beginn der Aufdruck auf der Flasche: "Mit Farbstoff (Zuckerkulör)" Die Frage ist, sollte ein 8 Jahre in Weißeichenfässer gereifter Rum nicht genug Farbe angenommen haben? Aber jetzt zu den positiven Dingen, das Flaschendesign gefällt mir, liegt beim Ausgießen gut in der Hand und dass ein Korken verwendet wurde, freut mich immer wieder. Von außen macht der Rum einen sehr hochwertigen Eindruck, wenn man das Preissegment von 18-20€ beachtet.
Nach dem Öffnen kommt einem ein Plätzchen-Geruch entgegen, der weiß zu überraschen. Karamell, Zimt, Vanille, Nuss(?) und Holz strömen mir in die Nase und machen die zugegeben miserablen Rumsorten von Bacardi wieder wett.
Das Bukett des Rums übertrifft den Geschmack dabei um einiges. Zu Beginn ist der "8 Anos" sehr trocken und spielt mit den Aromen Nuss und Karamell im Mund. Gegen Ende vermischt sich das ganze zu einem Kakao-Frucht Gebilde und am Rachen bleibt ein leichter Nuss Geschmack. Dieser Nuss Geschmack hält sich ziemlich lange im Mund und gibt einem ein etwas seltsames Gefühl auf der Zunge. Der Empfehlung den Rum nur pur oder auf Eis zu geniesen, kann ich nicht unbedingt nachkommen. Im Vergleich zu den anderen Bacardi "Original" Produkten ist dieser Rum um Längen besser, aber im restlichen Rumsegment eher mittelmäßig. Er bleibt aber ein wahrer Preistipp für alle Anfänger auf dem Gebiet.
Fazit:
Aussehen: dunkel bernsteinfarben
Geruch: Karamell, Gewürz, Nuss, Holz
Geschmack: Nuss, Karamell, Kakao
Preis: Karstadt KA19,99€

Und damit wünsche ich euch einen hoffentlich guten Rutsch ins neue Jahr und natürlich auch ein glückliches Händchen beim Spirituosenkauf.

Euer Jigger.

PS: Mein Mai Tai Rezept:

3cl Martinique Rum (Saint James)
3cl Jamaican Rum (Capt. Morgan, Appleton etwas teurer...)
1cl Orgeat
0,5cl Zuckersirup
1,5cl Triple Sec
Saft von einer schönen Limette.

Alles auf viel Eis shaken und in ein Longdrink Glas geben. Deko: 2 Orchideen Blüten Blätter

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Featured: Aha Toro Anejo

Ich habe einen eigenen Bruch meiner Grundsätze begangen. Ich habe mir eine Spirituose weit über meinen Limit gekauft, da aber bald Weihnachten ist (bzw. jetzt war) habe ich mir ein frühzeitiges Geschenk gemacht.
Der Tequila kam gleichzeitig mit meinem Wichtel Geschenk - (Eine Miniatur Aha Toro Tequila Flasche). Rechtfertigen tut das den Kauf auf keinen Fall, aber manchmal muss man eben tun was man tun muss.
Genug jetzt aber mit meinen lächerlichen Rechtfertigungs Versuchen und los gehts mit dem Test des Premium Tequilas:
Die Flasche alleine ist schon mal einmalig. Eine Metall Etikette ziert die rote Glas-Flasche an beiden Seiten und an der Vorderseite.
Die Flasche ist mit einem Kunstkorken verkorkt und dieser ist in einen Metall-"Knauf" eingelassen. Allerdings habe ich hin und wieder Probleme die Flasche zu schliesen, wenn der Korken nicht feucht ist.
Also freue ich mich schon auf den Geschmacks und Geruchstest. Mein Schwenker und ein bischen Weißbrot stehen bereit.
Auf der Hersteller Homepage Aha Toro findet man unter Process die Herstellungs Methoden der Produkt Linie, eine interessante Idee, die einem den Tequila noch einmal um einiges näher bringt.
Der Tequila hat eine schöne satte Bernsteinfarbe und riecht süßlich aber gleichzeitig auch herb holzig. Ich finde keine passende Beschreibung für den Geruch, viel mehr habe ich eine Assoziation mit einem tiefen Dur Akkord einer Bass Gitarre. Wieso kann ich nicht sagen und wahrscheinlich kann keiner etwas mit dieser Beschreibung anfangen, aber für mich persönlich ist das die perfekte Beschreibung.
Geschmacklich kommt er für mich als Neuling auf dem Tequila Gebiet als Bombe daher! Holz, Süße (von der Agave nehm ich an), Getreide und Gewürze. Mir persönlich aber fehlt etwas die "Schärfe" und damit ist nicht die "Schärfe" vom Alkohol gemeint, sondern die Geschmackliche Schärfe. Aber trotzdem weiß ich ganz genau für welche Zwecke ich diesen Tequila einzig und allein verwenden möchte:
Für mich ganz alleine (höchstens mit einer angenehmen Begleitung) bei einem Abend daheim vor dem Kamin oder im Sommer im Garten/Balkon pur in einem großen Schwenker. "Mein Schatzzzz" würde Gollum wohl sagen.
Somit entlasse ich euch und wünsche noch einen frohen 1. und 2. Weihnachtsfeiertag.

Euer Jigger

Sonntag, 14. Dezember 2008

Bilder

Ab Weihnachten, wird es mir möglich sein endlich auch ein paar Bilder zu meinen Postings zu veröffentlichen - Der neuen Kamera sei dank!

Frohe Weihnachten Euch allen!

Sirup selbst gemacht

Eine der größten Neuheiten in meiner Privaten Theke sind vor allem meine selbstgemachten Sirups.
Zu Beginn habe ich mich dabei auf einfache Sirup Sorten beschränkt.
Der erste Sirup war eine Zimt Variante, dabei ging ich folgendermaßen vor:

Zimt Sirup
350 ml Wasser
300 g Zucker
2 Zimtstangen

Wasser erhitzen und Zucker einrühren. Sobald sich der Zucker komplett aufgelöst hatte die Zimtstangen hinzufügen und weitere 3-5 min köcheln lassen. (Immer wieder überprüfen mit Löffel ob Sirup Artiger Zustand bereits erreicht wurde. Dazu muss man aber kräftig pusten, damit die Temperatur sinkt!)
Fine Strain in eine erhitzte Flasche und gut verschließen.

Kräuter Sirup
350 ml Wasser
300 g Zucker
Kräuter

Bisher habe ich 3 Kräuter Sirups hergestellt: Minze, Basilikum und Rosmarin.
Bei der Minze habe ich ungefähr einen Topf voll in den fertigen Zuckersirup eingelegt für 1-2 Tage.
Bei Basilikum habe ich erst ein bischen Basilikum mitköcheln lassen, nachdem das Aroma aber nicht stark genug war, habe ich noch ein paar Blätter mit in die Flasche gegeben.
Rosmarin habe ich mitköcheln lassen, aber der Geschmack ist äußerst dominant also vll weniger als eine Handvoll mit köcheln lassen. Sonst alles wie gehabt.

Zitronensirup
350 ml Wasser
300 g Zucker
Schale einer großen Bio Zitronen (ungespritzt, nicht konserviert)

Wie mit dem Zimtsirup verfahren.

Die Möglichkeiten sind praktisch endlos und eine sehr gute Alternative zu gekauften Sirups, zum Teil sogar günstiger. Auf alle Fälle zu empfehlen. Die Flaschen dazu entweder im Deko Shop erstehen oder in einem Spirituosen Fachgeschäft.

Viel Spaß Euer Jigger