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CBs in KA

Dienstag, 13. Januar 2009

Party

Wenn man sich erstmal etwas mit dem Thema Cocktail, Spirituosen und Barkultur auseinander gesetzt hat, das ein oder andere Buch gelesen hat und an ein paar Verkostungen teilgenommen hat, kommt man unweigerlich an den Punkt, dass einen die Studentenpartys mit dem billigsten Vodka, den Fruchtsäften aus Saftkonzentrat oder noch besser mit Limonade anwiedern. Gestern hatte ich mal wieder das Erlebnis einer solchen "Party". Zu erst war alles noch völlig harmlos, Knabbersachen und Essen wird hergerichtet und es duftet nach Pizza. Dann kommt die erfreuliche Nachricht es gäbe Bowle. Eine Bowle mit frischen Früchten einem gutem Wein und/oder Sekt bin ich nie abgeneigt. Dann hieß es auf einmal ob ich denn nicht schauen könnte, ob ich noch was gutes für die Bowle hätte. "Ähh was habt Ihr denn schon in die Bowle getan?", war meine erste Frage. Vodka und Früchte, war die Antwort. Es war also noch nicht alles verloren, obwohl ich für mich sagen muss, dass ich Bowlen mit Vodka an sich nicht gerade favorisiere. Als ich dann dazu kam, hatte ich jegliche Hoffnung auf eine gute Bowle bereits verloren. Es wurden Gewürze, Fruchtsäfte und Spirituosen reingeleert, um den erhofften Geschmack zu bekommen. Als ich dann später am Abend doch tatsächlich diesen Wundertrunk probieren musste durfte, war der Geschmack -sagen wir- umwerfend.
Eine Bitte an alle Studenten: "Informiert euch etwas, Ihr Elite Deutschlands!" (Ich weiß der Spruch "Elite Deutschlands" ist abgetroschen, aber er passt einfach immer wieder zu gut)

Nur für euch ein Bowlen Rezept das immer gelingt und nicht einen Gummibärchen-Würge-Geschmack auf der Zunge hinterlässt.
Eine abgewandelte Version der "Melonen-Basilikum-Bowle" aus dem Franz Brandl - Cocktails über 1000 Drinks mit und ohne Alkohol

Melonen-Basilikum-Bowle
4 Bund Basilikum oder 4 Topfpflanzen abpflücken
1 Honigmelone
1 Bio-Zitronen
2 Flaschen Weißwein (eigentlich eher trocken bis halbtrocken, aber ich benutze auch gerne einen fruchtigen Muskatwein dafür einen trockenen Sekt)
1 Flasche Sekt (bitte nicht den billigsten, zur Zeit bin ich von dem Crémant de Alsace Wallbreck aus dem Rewe sehr begeistert Preis: 8,99€)
Melonenfleisch kugelförmig austechen und in ein Bowlengefäß geben. Dazu 3 Bund Basilikum und die Zitronenschale geben und den Wein dazugießen. Das ganze eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Am besten mit frischhalte Folie abdecken, damit die Bowle keine fremden Gerüche annimmt.
Kurz vor dem Servieren Basilikum rausnehmen und die restlichen frischen Blätter dazugeben, mit Sekt auffüllen und ganz ganz leicht aufrühren.

Zum Schluss ein Zitat:
Ein intelligenter Mann ist manchmal gezwungen, sich zu betrinken, um Zeit mit Narren zu verbringen.
Wie war Ernest Hemingway
Euer Jigger

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wirklich ein schönes Posting! Ich habe vor kurzem eine ganz ähnliche Geschichte erlebt:

Ich war bei einem ehemaligen Mitbewohner zum Geburtstag eingeladen. Natürlich gab es Bowle. Da ich viele alte Bekannte traf kümmerte ich mich anfangs herzlich wenig um die bereitgestellte Bowle. In der Küche standen zudem einige Spirituosen, um die ich aber auch einen Bogen machte, da ich bereits bei meiner Ankunft gefragt wurde ob ich nicht noch nen tollen Cocktail kennen würde. Im Klartext bedeutet das immer das ich kaum dazu komme die Küche zu verlassen, und noch dazu oft mit minderwertigstem Kram improvisieren soll.

Nach einigen Stunden war mir dann doch nach einem Drink. Ich improvisierte einen Gin Fizz mit dem "guten" Freemans Gin von Rewe, da es tatsächlich Zuckersirup gab. Ich war sogar derjenige der ihn öffnen durfte.

Im Wohnzimmer war nun der erste Ansatz der Bowle (Bacardi, Dosenfrüchte, O-Saft und Gernadine) dem Ende nahe. Als ich mich für einen zweiten Fizz entschied konnte ich in der Küche keinen Gin mehr finden. Auf die Frage wo der hin sei sagte mir der Gastgeber: "Damit habe ich grade die Bowle gestreckt". Schauder. Ich hatte aber noch einige frische Früchte und eine Flasche Pitu gesehen und dachte darüber nach unter Zuhilfenahme des Zuckersirups noch irgendwas zu improvisieren. Als ich nach dem ebenfalls nicht auffindbaren Zuckersirup fragte ahnte ich schon Böses!

"Hab ich in die Bowle getan!" Ich: "Die ganze Flasche?" Gastgeber "Klar!" Ich: "War das nicht übel süß?" Er. "Nee ich hab ordentlich Zitronensaft dazugetan!" In diesem Moment bemerkte ich das er eine von diesen Plastikzitronen gefüllt mit Konzentrat in der Hand hielt. Ich trank weiter Bier. Die Bowle aber wurde im verlauf der Party mehrfach von verschiedenen Gästen gelobt...

Anonym hat gesagt…

ach mist! sei so gut und lösch mal die überzähligen einträge weiss nicht was da grade passiert ist ;)

mfG,
lenny